20. – 23. Juli

Unsere Fahrräder waren abwechselnd in der Werkstatt. Giselas bekam ein neues Steuerelement für den Elektromotor. Uwe hatte ihr Rad letzten Freitag abgeholt und seins zur Kontrolle bei der Werkstatt gelassen.

Diese Woche konnte Gisela endlich wieder durch die Felder zum Einkaufen radeln.

Am Dienstag traf sie auf eine Schafherde, die das Gras des ehemaligen britischen Militärflugplatzes abweidete.

Abends haben wir einen Spaziergang um unser Dorf gemacht. Die Bauern haben das trockene Wetter zum Mähen von Gras und Gerste genutzt.

Äpfel und Pfirsiche sind bald reif. Uwe hat schon reife Brombeeren gegessen.

Später zu Hause erschien uns der fast volle Mond.

Am Mittwoch war Gisela in Düsseldorf und hat in unserem alten Viertel eine ehemalige Kollegin zum Mittagessen getroffen. Es war ein schöner Tag, der viele Erinnerungen geweckt hat.

Uwe hatte am Mittwoch sein Rad auch abgeholt und so konnten wir am Freitag wieder zusammen radeln und im Klostercafé von Haus Hohenbusch zu Mittag essen.

Uwe fuhr anschließend noch vier Kilometer weiter nach Erkelenz zum Optiker.

Gisela hat den Rückweg über den Golfplatz genommen.

12. – 18. Juli Freunde treffen und Sintflut

Am Montag, den 12. Juli, hat Uwe nochmal Familie und Bekannte bei Tochter Birte in Mönchengladbach geimpft.

Gisela ist früher als er gestartet und zum ersten Mal mit Bus und Zug nach Mönchengladbach gefahren, um einen Einkaufsbummel zu machen.

Hat gut geklappt! Der Zug war ganz neu und modern!

Dienstag begann in Westdeutschland ein apokalyptischer Regen. Es goss so viel, dass kleine Bäche und Flüsse zu reißenden Strömen wurden, in der Eifel und im bergischen Land ganze Orte verwüstet wurden und viele Menschen ums Leben gekommen sind. Wir saßen in unserem ungefährdeten Zuhause und sahen fassungslos die Bilder im Fernsehen. So etwas kannten wir bisher nur aus Monsungebieten. Bei uns drang ein wenig Wasser in den Keller des Hauses ein, aber nicht in unseren.

Im Ortsteil Ophoven unseres Nachbarorts Wassenberg, der unterhalb von unserem im Rurtal liegt, mussten auch Menschen evakuiert werden, weil die Rur in ihr Dorf lief.

Wir bekamen am Donnerstag lieben Besuch von Freunden, die wir bei einer Marokkoreise kennengelernt haben und die – welch Zufall – vor vielen Jahren das Haus von Uwes Mutter in Meerbusch-Osterath gekauft haben. Wir hatten einen schönen Tag miteinander.

Am Freitagabend waren die Regenwolken endlich abgezogen!

Gestern, am Samstag, sind wir in unsere alte Heimat Meerbusch gefahren, wo wir schon gewohnt haben, bevor wir uns kennengelernt haben. Zuerst waren wir in Gellep-Stratum, weil wir die Ausgrabungsstätte des Römerkastells Geldubia sehen wollten. Der Ort, der am Limes und am Rhein lag, gehört heute zu Krefeld. Viel gibt es nicht zu sehen; um die Fundstücke zu besichtigen, müssen wir mal in das archäologische Museum in der Linner Burg gehen. Dazu hatten wir gestern keine Zeit.

Wir waren in Meerbusch-Lank mit einer Segelfreundin zum Mittagessen verabredet. Wir haben sie und ihren Mann vor zehn Jahren auf Curacao kennengelernt, als wir mit unseren Segelbooten auf Weltreise waren. Die beiden haben, genau wie wir, ihr Boot nach der Pazifiküberquerung in Malaysia verkauft. Sie leben jetzt auf Phuket und Conny besucht zur Zeit ihre Kinder und Enkel und Freunde. Es gab viel zu erzählen!

Gestern war endlich wieder Sommer und auch beim Abendspaziergang war es noch richtig warm!

Das sonnige, warme Wetter setzte sich auch am heutigen Sonntag fort und wir sind, wie letzten Sonntag, in den Wald gewandert. An den niedrig gelegenen Stellen stand noch das Wasser und wir hörten dort Frösche quaken.

Mitten im Wald haben wir unser Picknick gemacht und uns an der Stille und der Natur erfreut. Folgen des Unwetters waren hier nicht zu bemerken.

8. – 11. Juli

Am Donnerstag, den 8. Juli, haben wir in Düsseldorf mit Uwes Bruder und seiner Frau im Brauhaus Albrecht in Niederkassel zu Abend gegessen.

Am Samstag, den 10. Juli, waren wir zum Abendessen mit der Familie von Tochter Birte beim Portugiesen verabredet. Auf dem Weg dahin haben wir uns die Parzellen beguckt, die man bei einem Bauern zum Gemüseanbau mieten kann. Da man aber nur die Pflege und nicht das Pflanzen übernimmt, gefällt uns das Konzept nicht.

Das Treffen und das Essen gefielen uns dagegen sehr!

Heute, am Sonntag, wollten wir wegen des vorhergesagten Regens nach Bonn fahren und das Haus der Geschichte besuchen. Als der Tag dann so schön begann, mochten wir ihn nicht mehr drinnen verbringen und sind stattdessen in unserem riesigen Naturschutzgebiet auf uns noch unbekannten Wegen gewandert.

Schöner kann es nicht sein!

7. Juli Abteiberg in Gladbach

Gisela hat einen Arzttermin in Mönchengladbach mit dem Besuch der Keimzelle der Stadt verbunden und ist über den Abteiberg gegangen.

Vom alten Markt mit der Pfarrkirche kam sie zum historischen Teil der Stadt.

Das Rathaus der Stadt ist im Gebäude des ehemaligen Klosters untergebracht, das 974 vom Kölner Erbischof Gero hier gegründet wurde. Die Mönche waren Benediktiner.

Nebenan wurde das St. Vitus Münster erbaut, das von 975 bis 1802 die Abteikirche der Benediktiner war.

Es gibt noch einige Gassen mit alten Häusern, aber Mönchengladbach wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört.

Der Dicke Turm und die mittelalterliche Stadtmauer sind erhalten. Hier haben die Schützen ein Museum eingerichtet.

6. Juli Waldspaziergang und Waldniel

Gestern am späten Nachmittag hatte es aufgehört zu regnen und wir sind endlich mal wieder eine Stunde in den Wald gegangen und nicht mit den Rädern gefahren.

Zwei große Ameisenhaufen entdeckten wir am Hang, nachdem wir einen steilen Pfad hochgeklettert waren.

Besonders der Farn wächst überall wieder richtig üppig.

Heute früh um Viertel nach acht hat Gisela ihr Rad zu Radsport Jurk gefahren. Durch hübsche Dörfer, Wald und vorbei an Feldern nach Schwalmtal/Waldniel.

Bei ihrer Ankunft wartete Uwe schon mit dem Auto und der Botschaft, dass der Laden nicht um neun, sondern erst um zehn Uhr öffnete. Eine gute Gelegenheit, mal einen Spaziergang durch Waldniel zu unternehmen.

Wir kamen an einem schönen, leider eingezäunten Park vorbei und schließlich an das Tor mit dem Schild „Kinder- und Jugenddorf Bethanien„. Ein Mann auf dem Fahrrad kam gleichzeitig mit uns dort an und ermutigte uns, durch den Park zu gehen; ein Angebot, das wir gerne angenommen haben.

Die Kinder seien wohl noch beim Frühstück, erklärte der Mann uns noch, aber später gebe es allerlei Events.

Wir haben das wunderschöne Gelände durch dieses Tor wieder verlassen und sind in Altstadtgassen gelandet.

So früh am Morgen und bei dem trüben Wetter war nur eine Schnecke unterwegs. Eine junge Frau mit Hund kam dann doch noch dazu und sagte lachend, das sei leider keine Weinbergschnecke, wie Gisela gerade vermutete, sondern eine der Plagen in ihren Gärten hier.

Sie ging weiter, grüßte in eine Heißmangel hinein zwei Frauen und traf eine andere frühe Passantin mit Hund. Während die beiden ein Schwätzchen hielten, erreichten wir die Stützmauer des alten Kirchhofs.

Es gibt einen Durchlass und über eine Treppe konnten wir zum Kirchhof hinaufsteigen.

Ein paar Schritte weiter gelangten wir zum Marktplatz und der Kirche.

Ein Brunnen und nette Lokale sorgten für eine freundliche Atmosphäre, obwohl noch alles geschlossen war. Der „italienische Eismann“, wie er sich selbst nannte, fegte aber gerade schon und begann sofort eine Unterhaltung mit uns. In den kleinen Orten spricht man noch miteinander!

Für uns wurde es Zeit für den Rückweg, auch, weil mittlerweile noch dickere Regenwolken aufgezogen waren, als vorher schon am Himmel hingen. Wir hatten aber Glück und sie haben sich anderswo abgeregnet. Herr Jurk nahm das Rad entgegen, das ein neues Bedienelement für den Elektromotor bekommt. Das alte war undicht geworden und machte Probleme, wenn es geregnet hatte.

3. Juli Radausflug nach Sint Odilienberg

Der heutige Samstag begann strahlend, und da für den Nachmittag wieder Gewitter vorhergesagt waren, sind wir bald mit den Rädern aufgebrochen mit Ziel Sint Odilienberg in der Provinz Limburg/Niederlande.

Eine schönere Strecke zum Radfahren kann man sich kaum vorstellen. Zuerst durch den Wald und Felder und dann fast immer auf Radwegen an wenig befahrenen Landstraßen entlang.

Genau zum Mittagsläuten kamen wir bei der Basilika von Sint Odilienberg an. Wir waren im letzten Sommer schon einmal hier, als wegen der Pandemie alles geschlossen war.

Wir erinnerten uns an eine Bank gegenüber der Basilika direkt an der Rur und haben heute auf ihr gerastet.

Während wir dort saßen, landete eine Gruppe Paddler am Ufer und verlud die Kanus auf Anhänger, die auf dem Parkplatz neben uns standen. Auf einem Schild lasen wir, dass hier die Mittagspause der organisierten Kanutour gemacht wird, die von Vlodrop nach Roermond führt.

Wir sind derweil zur Rückfahrt nach Hause aufgebrochen; auch, weil der Himmel immer dunkler wurde.

Es blieb aber noch trocken und wir sind gut, mit einem Schlenker über die Karkener Rurbrücke, zu Hause angekommen! Eine Stunde später begann es dann zu tröpfeln.

27. Juni 2021 Besucherbergwerk Schacht 3 in Hückelhoven

Unsere Region wird nicht nur vom Braunkohletagebau geprägt. Sie gehört auch zum Steinkohlerevier zwischen Aachen und Mönchengladbach, in dem besonders hochwertige Steinkohle gefördert wurde. Eine Förderanlage war die Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven, die von 1908 bis 1997 in Betrieb war. Vor ihrer Schließung haben die Bergarbeiter jahrelang dagegen protestiert. Sie konnten sie nicht verhindern, aber sie haben dafür gesorgt, dass die Bergarbeiter viel Unterstützung durch staatliche Gelder und Umschulungsmaßnahmen bekommen haben und nicht in Arbeitslosigkeit und Armut rutschten. Außerdem haben einige verhindert, dass alle Anlagen verschrottet wurden. Sie haben zuerst per Unterschriften für den Erhalt von Schacht 3 gesorgt, sich dann zu einem Verein zusammengeschlossen und ein Museum daraus gemacht.

An einer Führung über das Gelände mit dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins Schacht 3 Hückelhoven, Detlef Stab, konnten wir heute teilnehmen, weil in einer Gruppe zwei Plätze frei waren. Herr Stab hat als fünfzehnjähriger Lehrling in der Zeche angefangen, ist letzten Endes Diplomingenieur geworden und hat bis zur Schließung der Zeche 1997 hier gearbeitet.

Auf dem Außengelände stehen die Bähnchen, die unter Tage die Kohle befördert haben. Außerdem eine Dahlbuschbombe, wie sie zur Rettung eingeschlossener Bergleute nach einer Explosion verwendet wird. Das Gerät mit der roten Kappe war über dem Schacht montiert zur Entlüftung des gefährlichen Methangases.

In der Halle hingen die Arbeitsklamotten der Kumpel an Ketten und konnten hochgezogen und heruntergelassen werden. Hier zog man sich früher um. Später gab es komfortablere Einrichtungen, getrennt nach Arbeits- und Freizeitkleidung mit Duschen dazwischen.

Vollständig mit Grubenlampe, Helm und Kohlenmonoxydschutzgerät ausgerüstet ist der Kumpel fertig zur Einfahrt in die Grube. Die Fahrräder benutzten Vorgesetzte, um unter Tage schnell vorwärtszukommen.

Hier waren die Registrierkarten untergebracht, mit der sich jeder an- oder abmeldete.

Hier ging es mit dem Förderkorb nach unten bis auf 600 Meter Tiefe. Heute steht unten alles unter Wasser. Man hätte wohl noch hundert Jahre Kohle fördern können, sagte unser Führer, und es klang wehmütig.

Zur Erinnerung hat man die Flaggen der Knappenvereine aufgehoben und die Schutzpatronin der Bergleute von einem Holzschnitzer im Zillertal anfertigen lassen.

Neben der Schachtanlage haben die Vereinsmitglieder einen Stollen nachgebaut und alle unter Tage abgebauten Geräte originalgetreu hier wieder aufgebaut. Unser Führer hat alle Geräte mal kurz in Betrieb genommen und es herrschte ein Höllenlärm.

Solche großen Brocken sind versteinerte Baumstämme. Sie waren lebensgefährlich für Kumpel, wenn sie sich über ihnen beim Kohleabbau lösten und herunterfielen.

Den Abschluss der Führung bildete der Besuch der Maschinenhalle. Wir erfuhren noch, dass es zu Hochzeiten des Betriebs 6000 Beschäftigte aus aller Herren Länder gab. Es soll Menschen aus über 100 Nationen in Hückelhoven geben, die angeworben wurden als Bergarbeiter, ihre Familien nachgeholt haben und geblieben sind.

Wir waren mittlerweile hungrig und durstig und sind zum türkischen Lokal in Hückelhoven-Ratheim gefahren. Der Inhaber ist ein Türke, der im Alter von siebzehn Jahren hergekommen ist, mittlerweile über fünfzig Jahre hier lebt und mit seiner Frau sehr autentische türkische Küche anbietet. Wir haben es uns in seinem Garten unter einer riesigen Magnolie sitzend schmecken lassen.

Auf dem Rückweg kamen wir an der Abraumhalde der Zeche, der Millicher Halde, vorbei. Sie ist heutzutage ein Aussichtspunkt, auf den man über eine Treppe oder Wege steigen kann und einen schönen Rundblick hat.

Wir sind lieber vor dem angekündigten Gewitter schnell nach Hause gefahren und auch noch gut angekommen.

13. Juni 2021 Radausflug nach Elmpt

Der Sommer ist nun wieder da. Die Sonne schien den ganzen Tag, aber es war noch nicht sehr heiß.

Gerade das richtige Wetter zum Radfahren. Wir sind über Dalheim und Niederkrüchten nach Elmpt gefahren.

Beim Haus Elmpt haben wir kurz Halt gemacht, weil wir es noch nicht kannten.

Auf der Weiterfahrt fiel uns ein Feld mit uns unbekannten Pflanzen auf. Wie wir nachgelesen haben, handelt es sich um Phacelia, auch Bienenweide genannt. Wie der Name schon sagt, ist sie eine sehr ertragreiche Bienentrachtpflanze. Außerdem eignet sie sich gut zur Gründüngung und erhöht die Ertragfähigkeit der Böden.

Weiter ging’s zum Elmpter Schwalmbruch, einer Moor- und Heidelandschaft.

Hier lagerten sehr urige Viecher auf einer Weide.

Es folgte eine lange Strecke durch Wald, in dem Uwe die vielen verschiedenen Digitalis-Pflanzen interessierten.

Kurz bevor wir zu Hause waren, kamen wir an einem Feld vorbei, auf dem ein Bauer das trockene Wetter für die Heuernte nutzte.

12. Juni 2021 zu Hause

Heute gab es morgens ein Intermezzo von etwas kühleren Temperaturen.

Ab mittags schien aber wieder die Sonne auf unseren Balkon und die gestern Morgen gesetzten Lavendel- und japanische Scheinmyrtenpflanzen. Sie sind besonders beliebt bei Bienen und Hummeln und die ersten Insekten haben sie schon besucht. Sie haben allerdings bisher wenig Nektar finden können, weil die Blüten noch zu geschlossen sind. Die zuvor gesetzten und geöffneten Blüten der Männertreu bieten anscheinend leider keine Nahrung.

Wir sind froh, dass unser Vagabund wieder bei uns steht. Nächste Woche bringen wir ihn zur Inspektion, Kühlwasserschlaucherneuerung und TÜV-Abnahme nochmal weg. Danach möchten wir gerne mal wieder etwas mit ihm unternehmen.

3. – 11. Juni endlich Sommerwetter und Womo zur Alde-Reparatur

Über Fronleichnam am 3. Juni und das darauf folgende Wochenende war das Wetter immer noch wechselhaft und wir waren nur mal kurz zwischen Schauern und Gewittern draußen unterwegs.

Ein Fahrradausflug am Fronleichnamstag zur Dalheimer Mühle und über Holland zurück ging gerade nochmal gut für uns aus. Als wir zu Hause waren, gab es einen wahnsinnig starken Platzregen mit Gewitter.

Am Tag darauf konnten wir schon zum Morgenkaffee auf dem Balkon sitzen.

Und in der Sonne mit dem Rad zum Einkaufen fahren.

Zum Grillen waren wir abends bei unserer älteren Tochter eingeladen, gegessen haben wir aber drinnen, weil schon wieder Regen drohte.

Enkel Jakob kam, wie immer, vom Bauernhof dazu und musste erstmal den Geruch nach Kuhstall abduschen.

Am Samstag, den 5. Juni, gab es einen nebeligen Tag wie im November.

Am Sonntag blieb es trüb. Wir sind nach Kaldenkirchen gefahren und im Galgenvenn spazieren gegangen. Die Idee hatten leider ziemlich viele andere auch. Wir sind aber der Horde entkommen, indem wir nicht den gekennzeichneten Wanderweg genommen haben. Fast niemand ist außer uns davon abgewichen!

Am Montag sind wir zu Fuß nach Hause gegangen, nachdem wir unseren PKW im Nachbarort bei der Werkstatt abgegeben hatten. Er brauchte auch mal Zuwendung nach der langen Zeit in der Garage. Am Straßenrand und in den Vorgärten blühen zur Zeit überall Wiesenblumen.

Ab Dienstag, den 8. Juni, wurde es endlich sonniger und in den nächsten Tagen immer wärmer. Der Mais ist noch richtig klein und braucht die Sonne zum Wachsen.

Die Einkaufsfahrten mit den Rädern machten wieder richtig Freude.

Am Mittwoch haben wir unser Womo nochmal zu Segschneider in Übach-Palenberg zur endgültigen Fehlerfindung und Reparatur der Alde-Heizung gebracht und konnten es am Freitagnachmittag abholen. Nun ist wohl mit einem Diagnosegerät der Fehler aufgespürt und behoben, der uns so lange genervt hat. Die Heizung hatte sich wegen angeblicher Überhitzung immer ausgeschaltet, was an einem defekten Fühler lag.

Aber wir sollten uns auch nicht einfach mal freuen können, kein technisches Problem zu haben! Das wäre ja zu schön gewesen! Auf der Hinfahrt hatte schon eine Warnleuchte angezeigt, dass etwas mit dem Kühlwasser nicht stimmte. Heute sprudelte das Wasser munter aus einem defekten Schlauch, als wir losfahren wollten. Der nette Sohn Segschneider hat sich an eine provisorische Reparatur gemacht, aber zunächst erfolglos. Wir haben daraufhin den ADAC angerufen und Kontakt zu einem Abschleppunternehmer bekommen. Der versprach Hilfe für Montag. Inzwischen hatte Sohn Segschneider weitergearbeitet und war letzten Endes so erfolgreich, dass unser Vagabund doch auf eigenen Rädern nach Hause kommen konnte. Bei der Ankunft war der Schlauch zwar wieder undicht, aber zur Werkstatt im Nachbarort schaffen wir es wohl noch mithilfe von Wassernachfüllen. Wir fühlten uns mal wieder an das Bordleben auf unserem Segelboot erinnert, auf dem auch ständig etwas zu reparieren war. Langweilig wird unser Leben jedenfalls auch jetzt nicht!