23. Januar Oasis al Mar

Gestern Morgen gab es Gewitter und Regen, aber pünktlich um zwei Uhr, als Gisela unsere Wäsche aufhängen wollte, kam die Sonne heraus. Glück muss man haben!

Heute war wieder unser Tag der Wassergymnastik im Schwimmbad in Mojácar. Als wir ankamen, lag Mojácar noch ziemlich im Dunst. Im Anschluss an die sportliche Betätigung haben wir erstmal im Wohnmobil auf dem Parkplatz gegessen. Inzwischen kam endlich die Sonne heraus und es lohnte sich, einen Spaziergang durch den Ort zu machen, ein schönes, weißes andalusisches Dorf.

Post und Kirche bilden den Mittelpunkt.

Einige Geschäfte für Touristen lassen ahnen, dass hier im Sommer mehr los ist.

Wir sind ganz nach oben gestiegen zum Castello, das bewohnt ist.

Der Ausblick war noch etwas vernebelt.

Auf dem Rückweg kamen wir am Rathaus vorbei, auf dessen Vorplatz ein riesiger Fikus wächst.

Am Parkplatz herrschte bei unserer Rückkehr um zwei Uhr Hochbetrieb. Die Schulkinder wurden entweder von ihren Eltern mit PKWs oder von Bussen abgeholt.

Als alle abgefahren waren, standen wir fast alleine auf dem Parkplatz. Es gab Cappuccino und danach für Uwe seine Siesta, während Gisela nochmal losgezogen ist. Sie wollte unbedingt den Maurenbrunnen finden, von dem sie gelesen hatte. Eine alte einheimische Frau hat ihr den Weg gewiesen. Es ging weit bergab, so weit, dass schließlich ein Foto von oben reichen musste!

Auf dem Rückweg entdeckte sie noch das alte Stadttor.

21. Januar Oasis al Mar

Letzte Nacht hat der Regen nochmal ordentlich auf unser Dach getrommelt und den Schlaf gestört – zumindest Giselas. Tagsüber blieb es trocken und wir konnten Gas tanken und einkaufen, ohne nass zu werden. Es blieb aber grau und wir sahen Schnee auf den Bergen.

Gisela begann Pläne zu schmieden für unsere Abreise. Nach eingehender Überlegung haben wir aber beschlossen, doch noch zu bleiben. Wir haben noch so viel Zeit bis zum Frühling und es gefällt uns ja sehr gut hier. Wir haben alles, was wir brauchen, und freuen uns auch auf die nächste Wassergymnastik.

Passend zum Wetter gab es heute Linseneintopf. Ein wenig spanisch abgewandelt mit Datteln im Speckmantel zusätzlich zu den Backpflaumen, die für uns dazugehören.

20. Januar Oasis al Mar

Während der Nacht legte der Wind mal etwas zu, aber wir stehen ziemlich geschützt. Das Tief, das an der Ostküste für sintflutartige Regenfälle und bis weit runter von den Bergen für Schnee gesorgt hat, bescherte uns auch einen Regentag.

Wir mussten trotzdem immer mal nach draußen, weil wir einerseits heute zum Wäschewaschen eingetragen waren und andererseits Wasser brauchten und Abwasser und WC-Inhalt entsorgt werden mussten. Mit Schirm war Gisela ein paar Mal zur Waschmaschine und dem glücklicherweise vorhandenen Trockner unterwegs. Uwe ist mit dem Vagabund in einer kurzen Regenpause zur V+E gefahren. Die Pause war ein bisschen zu kurz, aber seine Sachen trocknen ja wieder in unserem gut geheizten Zuhause.

19. Januar Oasis al Mar

Beim Frühstück kam die Sonne und ließ wie immer zuerst die weißen Häuser von Mojácar auf dem Hügel in der Ferne aufleuchten.

Wegen des aufkommenden Windes sind wir vormittags nicht mit den Rädern, sondern nur zu Fuß unterwegs gewesen. Wir haben einfach einen weiteren Erkundungsgang in das Gelände um unseren Platz unternommen.

Von hier aus sieht man das Meer unten leuchten.

Auf der anderen Seite die Berge, auf die wir immer gucken.

Als wir zurückkamen, war gerade das deutsche Paar mit seinem Lieferwagen angekommen, das sonntags deutsches Brot, Kuchen, Wurst und fertiggekochte deutsche Gerichte bringt. Wochentags kommt früh um neun Uhr ein spanischer Bäcker mit Baguettes, die auch gerne gekauft werden.

Nachmittags zogen mehr Wolken auf und der Wind nahm etwas zu, aber es hat nicht geregnet. Wir haben zu zweit Boule gespielt. Dabei stört der Wind ja nicht und wir hatten nochmal Bewegung an frischer Luft.

18. Januar Oasis al Mar

Es gab gegen Mittag ein wenig Nieselregen, der bald wieder aufhörte, und es blieb völlig windstill. Mit Schirmen ausgerüstet haben wir zur Abwechslung mal zu Fuß in Vera playa eine Pizzeria besucht. Der Pizzabäcker ist Italiener, seine sehr freundliche Frau, die den Service macht, ist Spanierin. Sie machte den Besuch dort wegen ihrer netten Art zu einem positiven Erlebnis.

Statt an der Straße entlang sind wir durch die „Wildnis“ daneben gegangen. Hier entdeckten wir viele blühende Pflanzen in der trockenen Macchia. Die Wüste lebt!

Gegen Abend kam sogar kurz die Sonne zum Vorschein.

Bisher ist das vorhergesagte Unwetter nicht bei uns angekommen.

17. Januar Oasis al Mar

Die Wettervorhersage prophezeit, dass heute unser letzter Sonnentag war und ab morgen uns Sturm und Regen drohen. Wir haben den ganzen Tag draußen verbracht und nochmal die Sonne genossen. Morgens bei der Einkaufsfahrt mit den Rädern zum Markt in Garrucha war es auf der Hinfahrt allerdings noch so kühl, dass wir Winterjacken und Handschuhe trugen.

Die meisten Marktstände ziehen sich dort durch die engen, schattigen Straßen, was besonders im Sommer sicher von Vorteil ist. Wir sind nach dem Einkauf schnell wieder zur sonnigen Promenade zurückgekehrt und auf der Rückfahrt brauchten wir keine Winterkleidung mehr. Nachmittags haben wir nur in der Sonne gelegen.

16. Januar Oasis al Mar

Endlich haben wir es geschafft, nach Mojácar zum Schwimmbad zu fahren. Da gibt es donnerstags das Angebot, um elf Uhr in einer Gruppe Wassergymnastik unter Anleitung mitzumachen. Das Sportzentrum mit Schwimmbad liegt auf dem Hügel, auf dem das weiße Dorf Mojácar thront. Glücklicherweise gelangt man auf einer Umgehungsstraße zu dem ebenen Parkplatz direkt vor dem Bad, auf dem auch Wohnmobile Platz finden. Die Aussicht lohnt schon die Fahrt dahin.

Die Wassergymnastik hat uns aber auch sehr gefallen und sehr hungrig gemacht. Zu einer Ortsbesichtigung konnten wir uns nicht mehr aufraffen, sondern haben nur kurz eingekauft und „zu Hause“ in der Sonne sitzend unseren Hunger gestillt. Es blieb bis abends ungewöhnlich warm, sodass wir stundenlang draußen bleiben und lesen konnten.

15. Januar Oasis al Mar

Heute sind wir am Platz geblieben. Gisela hat zuerst im Vagabund die letzten Spuren der gestrigen Arbeiten weggeputzt. Uwe hat einem Nachbarn mit unserer Leiter geholfen, auf seinem Wohnmobildach nach der Fernsehantenne zu sehen. Danach hat er Gisela mit der Leiter assistiert, damit sie auf unserem Dach die Solarpaneele und Fenster putzen konnte. Bis alles fertig war, hatten wir Hunger und es war warm genug, draußen zu essen. Den Nachmittag haben wir lesend in der Sonne verbracht. Gisela hat von Gabi heute Morgen den Roman der Palästinenserin Susan Abdulhawa über das Schicksal einer Palästinenserfamilie „Während die Welt schlief“ geliehen bekommen und schon zur Hälfte gelesen. Uwe liest „Patria“ von Fernando Aramburu, einem Basken, der über das Schicksal einer Dorfgemeinschaft im Baskenland schreibt. Schön, Muße zum Lesen zu haben und dabei in der Sonne zu sitzen!

14. Januar Oasis al Mar

Nach einer kalten Nacht begrüßten wir morgens die wärmenden Sonnenstrahlen.

Gleich nach dem Frühstück sind wir zu Hispavan aufgebrochen. Wir wurden von Paulo empfangen, der deutsch spricht und der Organisator vom Betrieb ist. Er hat unseren Vagabund auf den Hof gefahren und dem Mechaniker unsere Wünsche vermittelt.

Der junge Mechaniker hat sehr gut gearbeitet, während wir draußen in der Sonne sitzend gewartet haben. Zu Giselas großer Freude hat er hinterher auch gesaugt.

Als der Inverter angeschlossen war, hat er noch Löcher für eine Steckdose und das Bedienteil des Inverters aus der Wand gesägt, wo Uwe ihm Markierungen gemalt hatte. Zum Schluss wurde noch die Verkleidung der Beifahrertüre, die sich gelöst hatte, neu befestigt .

Wir waren sehr zufrieden mit der Arbeit und der Preisgestaltung. Wir mussten nur eine Arbeitsstunde bezahlen, obwohl alles etwas länger gedauert hatte.

Nachmittags hat Uwe dann die Steckdose und das Inverterbedienteil angeschlossen. Nun können wir auch mal Geräte mit 220 Volt benutzen, wenn wir nicht auf einem Platz mit Stromanschluss stehen. Natürlich nur, wenn unsere Solarpaneele genug in die Batterien laden.

13. Januar Oasis al Mar

Wir brauchten heute Gas und es kam der spannende Moment, als an der Tankstelle nach der alten zum ersten Mal auch unsere neue Flasche gefüllt werden sollte. Zunächst ging einiges Gas daneben, weil die Muttern am mitgelieferten Verbindungsschlauch zwischen Flasche und dem Anschluss, den Uwe in die Garage gelegt hat, werkseitig nicht fest genug angezogen waren. Der unglaublich hilfsbereite Tankwart hat ganz selbstverständlich Werkzeug geholt und alles fest verbunden.

Mit zwei vollen Flaschen haben wir hochzufrieden die Tankstelle verlassen und sind nach Vera weitergefahren. Zuerst zum Lebensmittelkauf und dann nochmal zu Brico, um passende Schrauben für die Invertermontage zu bekommen.

Den Inverter hat Uwe anschließend sofort montiert. Zum Anschließen der Kabel an die Batterien sind wir morgen bei Hispavan angemeldet.

Nachmittags wurde es sehr windig und nur richtig warm angezogen konnten wir draußen sitzen. Bewölkung kam auch auf und wir haben uns bald ins Womo verzogen.