Archiv für den Monat März 2021

31. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Der Wind hat nachgelassen, nur der Himmel ist noch nicht so blau wie normalerweise bei Sonnenschein. Wir sind morgens mit den Rädern unterwegs gewesen, um auf Vorrat für Ostern und die Heimreise einzukaufen.

Ab mittags haben wir draußen gesessen und im Laufe des Nachmittags mal auf die Wettervorhersage für die nächste Woche und damit für unsere geplante Heimreise geguckt.

Dann haben wir das Wetter für Mazarrón damit verglichen und es hat uns so gegraust davor, hier abzureisen, dass wir beschlossen haben, erstmal doch noch eine Woche länger zu bleiben!

Mal sehen, wie es in einer Woche wettermäßig aussieht. Jetzt freuen wir uns auf eine noch etwas längere Zeit hier.

30. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Während es immer noch heftig stürmt, ist es warm und die Luft ist ganz trocken. Feiner Sand legt sich auf alle Oberflächen und beim Barfußgehen spürt man ihn auch auf dem Fußboden unseres Womos. Der Wind wird Leveche genannt und weht aus der Sahara. Genauso wie die Calima auf den Kanaren.

Unser Tag war mal wieder mit Planungen ausgefüllt. Heute Morgen haben wir einen kleinen Riss in unserer Duschwanne entdeckt und sofort begonnen, nach einer Firma zu suchen, die den Schaden beheben kann. Wir wurden dank Internetrecherche bald fündig bei Fromm-Duschwannen und erfuhren anschließend, dass unsere Nachbarn mit demselben Problem bei dieser Firma schon gute Erfahrungen gemacht haben. Daraufhin haben wir überlegt, wie wir unseren Aufenthalt dort organisieren könnten und eine Anfrage an die Firma gerichtet mit der Bitte um Stellungnahme. Da wir schon ein paar Termine für die Optimierung unseres Womos vereinbart haben, ist das Ganze eine Frage der Koordinierung. In dem Zusammenhang und wegen der Unsicherheit, ob die Corona-Verordnungen in nächster Zeit verschärft werden, fahren wir nun doch gleich nach Ostern auf schnellstem Wege nach Hause.

29. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Auch heute nervte der starke Nordostwind am Vormittag so, dass wir nicht draußen sitzen und auch nicht radfahren mochten. Prompt begannen die Nachbarn und wir zu überlegen, wo es uns besser gehen könnte. Wobei wir uns ja wirklich glücklich schätzen können, überhaupt hier zu sein! Aber da wir beide ja ohnehin Mitte April abreisen müssen, könnten wir unterwegs in der Region Valencia nicht nur eine Nacht verbringen, sondern noch ein paar Tage eine neue Umgebung erleben. Ab 12. April, nach den Osterferien, soll die Abriegelung der Region zu Ende gehen und dann wäre ein Wechsel möglich.

Nachmittags sind wir trotz des Windes zum Einkaufen gefahren, denn er war wenigstens warm. Und dann haben wir haben uns ein sehr leckeres Abendessen besorgt: Weißen Spargel, den wir in Spanien früher noch nie bekommen hatten.

Er hat sehr gut geschmeckt zusammen mit neuen Kartoffeln und Schwarzwälder Schinken – wie zu Hause!

28. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Letzte Nacht wurden die Uhren eine Stunde vorgestellt auf die Sommerzeit. Wir lieben sie, weil es abends so lange hell ist. Heute hatte die Umstellung allerdings zur Folge, dass Gisela erst um halb zehn aufgewacht ist! Da wir keine Unternehmung geplant hatten, konnte es uns egal sein. Sonntags erledigen wir gerne Hausarbeiten, weil draußen zu viele Ausflügler unterwegs sind.

Wäschwaschen gehörte auch zum Tagesprogramm und bei der Gelegenheit sahen wir, dass es jetzt auch eine Waschmaschine für Hundedecken gibt. Nachdem neulich Hundehaare in einer Waschmaschine klebten, hat Javier wohl sofort reagiert und diese Extramaschine angeschafft.

Außer dem Wäschewaschen musste mal wieder der Kühlschrank abgetaut werden. Der Inhalt kam in Kühltaschen verpackt an’s Heck unseres Womos und blieb dank des kühlenden Nordostwinds kalt. Der Inhalt des Tiefkühlfachs war beim Einräumen ein paar Stunden später noch gefroren.

Der heutige Palmsonntag wäre normalerweise in Elche in der Region Alicante, nicht weit von uns, mit einer besonderen Tradition begangen worden. Durch die Stadt, die mit kunstvollen Geflechten aus weißen Palmblättern geschmückt wird, zieht eine Prozession, die nun zum zweiten Mal wegen Corona ausfällt. Dabei haben Kunsthandwerker neun Monate an der Herstellung der weißen Palmwedel gearbeitet, die sie dann zu Geflechten verarbeitet haben. Die sind zum Teil sehr aufwändig und begehrt auch in Italien und werden selbst im Petersdom in Rom verwendet.

Wir haben uns, wie täglich, an unseren schlicht grünen Palmen erfreut. Für uns ist ja immer Feiertag!

27. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Vorgestern standen plötzlich unsere „alten“ Nachbarn Margit und Jürgen vor der Türe und brachten uns sogar einen Eisbergsalat mit. Viele Köpfe werden auf den Feldern gelassen und untergepflügt, wenn sie nicht groß genug geworden sind bis zur Ernte. Da kann man schonmal einen mitnehmen, bevor er weggeworfen wird. Wir haben uns darüber gefreut, in erster Linie aber über das Wiedersehen.

Javier hat es keine Ruhe gelassen, dass wir auf unserem Platz keinen Empfang über die W-lan Antennen hatten. Heute hat er uns doch tatsächlich einen eigenen Router gebracht und damit funktioniert der Zugang zum kostenlosen Internet auch bei uns! Herzlichen Dank, Javier!

Vor ein paar Tagen hatten wir erfahren, dass er aus Jaén stammt und dass seine Familie dort Oliven anbaut. Im Internet haben wir nun gelesen, dass die Gegend um Jaén eins der weltweit größten Olivenanbaugebiete ist.

Im Büro stehen Flaschen mit verschiedenen Sorten des Öls aus seiner Heimat, die man bei ihm kaufen kann. Davon werden wir sicher etwas nach Hause mitnehmen. Unsere Heimreise planen wir zur Zeit noch täglich neu, je nach Coronalage und den immer neuen Verordnungen. Fest steht nur, dass wir Mitte April abreisen müssen.

Der Tag begann heute warm und windstill, aber es war die Stille vor dem Sturm. Mittags brach der vorhergesagte Starkwind über uns herein und trieb uns trotz schönem Sonnenschein im Laufe des Nachmittags ins Wohnmobil. Das schaukelte zuweilen richtig durch die starken Böen und die Palmblätter machten dazu ein ziemliches Getöse.

Der starke Wind brachte feinsten Sand mit, der sich überall verteilte. Bis Mittwoch soll das Wetter so bleiben.

25. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern haben wir uns von der Radtour erholt. Besonders Gisela tat einiges weh. In der Sonne zu sitzen war die geeignete Therapie. Dabei haben wir Stieglitz- und Lerchengesang zugehört. Mittags wurde es richtig warm, aber es blieb den ganzen Tag über sehr dunstig. So kennen wir das aus den Sommern am Mittelmeer.

Als wir heute aufstanden, lag dicker Nebel über uns, der jedoch bald der Sonne wich. Wir sind relativ zeitig zum Beep Laden gefahren, bevor dort Gedränge enstand. Bei unserer Ankunft in Mazarrón Ende Oktober hatte Gisela eine SIM-Karte von Simyo gekauft, den Tarif 35GB für 17€/Monat gebucht und sofort für fünf Monate im Voraus bezahlt. Heute war das Guthaben bis auf 2,89€ verbraucht, aber es gab noch 54GB akkumulierte Daten, die sie nicht verlieren wollte. Sie hat sich vergewissert, dass die Daten auch nach einem Tarifwechsel weiter zur Verfügung stehen. Nachdem der Verkäufer das bestätigt hat, hat sie den Tarif auf das Paket 100MB für 1€/Monat umgestellt. Nun kann Gisela die 54GB in den nächsten zwei Monaten, zuerst bis zu unserer Abreise und danach noch zu Hause, verbrauchen und bekommt pro Monat nur 100MB dazu.

Auf unserer Rückfahrt haben wir kurz eingekauft und den langen Weg über Bolnuevo zurück zum Stellplatz gewählt.

Mittlerweile wurde es warm und die Mittagsblumen blühten auf. Wir konnten in der Sonne sitzend zu Mittag essen und haben den Nachmittag in fröhlicher Erzählrunde draußen mit unseren Nachbarn verbracht.

23. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Für heute war kein kalter Nordwind, sondern Südwind und dazu strahlender Sonnenschein vorhergesagt. Beides hat uns dazu eingeladen, mal wieder eine Radtour in die Berge zu unternehmen.

Von Mazarrón aus sind wir dieses Mal nicht auf der Via verde, sondern über die schmale Straße durch die Berge nach La Pinilla gefahren.

Es ist hier wunderschön, aber es geht lange bergauf. Die Natur und die Ausblicke entschädigten uns jedoch für die Anstrengung, die der Anstieg selbst mit E-bike bedeutete.

Überall grünte und blühte es und in der Stille hier oben hörten wir laut das Summen der Bienen und anderer Insekten. Dazu noch Vogelgesang, sonst nichts! Die Zivilisation war plötzlich weit weg.

Ein Feigenbaum am Straßenrand trug schon Früchte.

Wiesenblumen leuchteten heute wie ein gelber Teppich.

Um alles zu bestaunen und zu fotografieren, haben wir oft angehalten.

Beim Hinunterfahren nach La Pinilla entdeckte Uwe Mandeln an den Bäumen, die im Februar geblüht hatten.

Noch unreif, aber schon gut als Mandel zu erkennen.

Am Rastplatz des Radwegs Via verde in La Pinilla haben wir Mittagspause gemacht und unsere mitgebrachten Sachen verzehrt.

Anschließend sind wir auf dem Radweg weitergefahren bis zu einer Plantage mit Grapefruchtbäumen, die wir auf einem Feldweg umfahren mussten. Die Via verde ist hier durch ein Tor versperrt. Wir scheuchten Hasen aus den Kartoffelfeldern auf, an denen wir vorbeikamen, und einmal flog ein Reiher auf, den wir erschreckt hatten.

Wir kamen zur Landstraße, die nach Palas führt. Links und rechts ist sie jetzt gesäumt von Wiesenblumen.

In Palas sind wir auf einem Sträßchen dem Schild Richtung Mazarrón gefolgt und mussten noch einmal zu der Passhöhe hochstrampeln, die wir schon von vorigen Touren kannten. Von da aus ging es in langer Fahrt bergab und noch eine Weile durch fast unberührte Natur, bis wir das Meer in der Ferne glitzern sahen und dann die Zivilisation in Puerto de Mazarrón und wenig später unser hiesiges Zuhause erreichten.

22. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern war schon ein sonniger, aber noch recht kühler Tag. Aus Angst vor vielen Sonntagsausflüglern sind wir nur auf dem Stellplatz geblieben.

Bei einem Rundgang hat Gisela das größte Wohnmobil entdeckt, das sie je gesehen hat.

Es füllt den Platz zwischen Zaun und Straße und zwischen den Palmen fast völlig aus.

Wir beide haben mal wieder mit einem sympatischen französischen Paar erzählt, das genauso lange hier steht wie wir und auch für nächstes Jahr schon reserviert hat.

Ansonsten waren wir einfach beim Wohnmobil und haben einige Dinge im Internet recherchiert und gelesen.

Die Nacht war wieder sehr kalt, aber der heutige Tag wurde etwas wärmer als der gestrige. Vormittags sind wir noch auf dem Platz geblieben, wo es immer etwas zu sehen gibt.

An dem Mobilheim gab es viel und lange zu putzen und der Arbeitende hatte dankbare Zuschauer dabei.

Bald kommt wohl der Bagger, um auf diesem Gelände den Pool vorzubereiten.

An der Halle hinter uns gingen die Arbeiten weiter. Javier hat Gisela auf ihre Frage nach deren Verwendungszweck geantwortet, dass er da in Zukunft die Touristenzüge unterbringen will, um die jetzt dafür genutzte Halle für das Abstellen von Wohnmobilen zur Verfügung zu haben. Der Verkauf von Touristenzügen war bisher sein Geschäft, das er ja auch weiter betreibt. Bei der Gelegenheit haben wir auch erfahren, dass er aus Jaén kommt, wo sein Vater mit seinem Bruder Olivenplantagen hat, dass er seit 2004 seine Firma hier hat und seit vier Jahren mit Frau und Sohn ganz hier lebt.

In der Mittagszeit sind wir mit den Rädern zu Mazarróns Stränden gefahren. Vorbei an den jetzt begrünten Mandelbäumen zuerst Richtung Bolnuevo.

Durch die Rambla de las Moreras fließt zur Zeit mehr Wasser.

Nach Überquerung der Rambla sind wir zu unserer Lieblingspromenade an der Playa del Castellar abgebogen.

Hinter dem Spielplatz fanden wir eine windgeschützte Bank, auf der wir uns in die warme Sonne gesetzt haben. Es war niemand außer uns dort. Als später ein paar Gärtner bei uns parkten, sind wir weitergefahren am nächsten Strand vorbei, der Playa de la Reya mit dem Aussichtsfelsen Mirador Cabezo del Gavilan. Hier war es sehr windig.

Von hier aus ging es ein Stück auf der Straße weiter, dann sahen wir auf dem nächsten, windgeschützten Strand, der Playa de la Isla, in der Ferne Leute leicht bekleidet in der Sonne liegen.

Von da aus erreichten wir weiter über die Straße fahrend den Hafen, die Stadtpromenade und den Stadtstrand, die Playa del Riuhete, wo es überall fast menschenleer war.

Statt Menschen waren nur viele Möwen am Strand.

20. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern Abend zeigte sich die Sonne nochmal, bevor sie unterging.

Heute blieb das Wetter wechselhaft und der kalte Nordwind machte es draußen sehr ungemütlich. Drinnen war es zwar gemütlich und warm, aber etwas Bewegung brauchten wir doch. Uwe ist morgens dick angezogen zum Markt geradelt, während Gisela das Alleinsein genutzt hat, um gründlich sauber zu machen.

Mittags fuhr Javier mit einem Beifahrer in einem seiner Touristenzüge vielleicht auf Probefahrt vorbei. Sonst sahen wir den ganzen Tag niemanden.

Nachmittags ist Gisela zu Fuß zu Mercadona gegangen, um ein Ziel zu haben und um sich ihr geliebtes Tzatziki zu kaufen. Beim Gehen fiel ihr dieses Schild wieder auf, das wir beim Radfahren meistens nicht sehen. Schade, dass wir die Gastronomie nicht wirklich testen können.

Als Gisela losging, schien die Sonne, doch bald verfinsterte sich der Himmel wieder recht bedrohlich.

Sie hatte Glück und kam zwar ordentlich durchgepustet, aber trocken zurück ins Warme.

Nun hoffen wir, dass die Wettervorhersage recht behält und es ab morgen wieder Sonne und langsam steigende Temperaturen gibt!

Heute Abend gab es schonmal wieder einen schönen Sonnenuntergang!

19. März 2021 Área Cámper Mazarrón

Heute wird in einigen autonomen Regionen Spaniens der Tag des Heiligen Joseph als Feiertag begangen, so auch in unserer Region Murcia. Außerdem ist er der spanische Vatertag.

Interessanter als der Vatertag ist die Fallas-Woche in Valencia, mit der der Frühlingsbeginn gefeiert wird. Eine Fiesta mit einer langen Tradition, die normalerweise am heutigen Tag mit dem Verbrennen der Fallas, satirischen Figuren aus Pappmaché, endet, und die leider dieses Jahr ausfällt.

Auch in Puerto de Mazarrón hätte es einige Feiern gegeben. Wir hoffen, dass wir sie im nächsten Jahr erleben werden!

Wir haben den Feiertag damit begonnen, mit den Nachbarn draußen in der Sonne stehend ein Schwätzchen zu halten. Leider bezog sich der Himmel aber bald wieder, es wehte ein kalter Nordwind und wir haben den weiteren Tag mit Hausarbeit, Wäschewaschen und Lesen verbracht.