8. April 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern haben wir die landschaftlichen Schönheiten Revue passieren lassen, die wir in und um unseren Überwinterungsort Mazarrón gesehen haben. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch, dass es einen ausgedehnten Gemüse- und Obstanbau gibt.

Riesige Felder mit Eisbergsalat lagen im Winter direkt um uns herum, auf denen ständig gearbeitet wurde. Zuerst wurde der Acker vorbereitet, wobei die zu klein geratenen Salatköpfe untergepflügt wurden, dann wurden neue Pflänzchen gesetzt und ein paar Wochen später die fertigen Köpfe geerntet. Die Erntehelfer werden mit Bussen gebracht und stammen anscheinend fast alle aus Afrika. Wie wir gestern in der Sendung Frontal im ZDF gesehen haben, sind auch Illegale darunter. Sie bekommen alle wenig Lohn und nur deshalb kann der Salat so billig an uns verkauft werden.

Außer Salat- sind uns Brokkolifelder aufgefallen.

Jetzt ist der Brokkoli, der eine Blütenknospe ist, geerntet, und die übrigen Knospen sind aufgegangen und blühen. Die Blüten sehen ähnlich aus wie die vom Raps. Kein Wunder, denn sie gehören zur selben Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Auf einem Feld wurden die Pflanzen, die wohl für den Bauern wertlos sind, heute abgemäht.

Außer den Feldern gibt es um uns auch riesige Gewächshäuser, in denen vorwiegend Tomaten wachsen.

Nur einmal haben wir im Herbst in einem Gewächshaus Papayas gesehen und Freunde brachten uns zwei mit, die sie geschenkt bekommen hatten. Nach ein paar Tagen, an denen sie in der Sonne nachgereift waren, haben sie köstlich geschmeckt!

Olivenhaine gibt es dagegen kaum. Neben unserem Stellplatz ist der einzige, den wir gesehen haben.

Der andere Nachbar baut Kaktusfeigen an.

Wenige Orangenbäume stehen in und um Mazarrón.

Eine Plantage mit Grapefruitbäumen haben wir entdeckt.

Eine Augenweide war die Mandelbaumblüte im Februar. Solche Plantagen sind weit verbreitet in der Region.

Als wir heute zum Einkaufen radelten, flog ein Wiedehopf vor uns her.

Wir haben uns angeschlichen, aber richtig nah ließ er uns nicht an sich heran.

Auf den ehemaligen Salatfeldern wächst etwas Neues unter Folie heran.

Hier werden jetzt Wassermelonen angebaut, wie wir mit Hilfe der App plantnet erfahren haben.

Kurz bevor wir beim Supermarkt ankamen, schien die Sonne vom blauen Himmel auf den Spielplatz.

Auf dem Heimweg hingen dann, wie heute Morgen, dunkle Wolken am Himmel. Trotzdem musste diese Finca fotografiert werden, bei der es so süß nach den Orangenblüten duftete.

Beim Fotografieren der echten Aloe am Wegesrand gegenüber begann es schon zu tröpfeln und wir haben uns beeilt, nach Hause zu kommen. Es wurde aber kein Regenschauer daraus und als wir im Womo saßen, schien die Sonne wieder. Aprilwetter auch bei uns!

3 Gedanken zu „8. April 2021 Área Cámper Mazarrón

  1. Jochen

    Das mit den ilegalen Arbeitern stimmt nur ganz selten, meistens sind es akzeptierte Asylanten. Und es gibt sogar einen gesetzl. Mindestlohn, der aber wenig kontrolliert wird, trotzdem, nach einem längeren Gespräch mit den Arbeitern, die in Nothütten leben, sind Sie eraüstaunlicherweise ganz zufrieden und senden sogar noch Geld an ihre afrikanischen Familien…

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      1. Maria

        Diese *Nothütten sah auch ich* und wenn ich mir vorstelle, dass dieser Salat und auch die Tomaten und Paprika unter unwürdigen hygienisch Zuständen zu uns in die Regale kommen, dann vergeht mir ganz ehrlich der Appetit. Es muss noch einiges geschehen, damit diese *schwarzen Schafe*endlich den Arbeitern würdige Unterbringungen stellen. Jochen gerade Du weisst doch von diesen furchtbaren Umständen im Cabo de Gata. Wellblechhütten am Rande der Gewächshäuser sind schon comfortabel, doch was dort zu finden ist, sind Planenhütten am Rande der Gewächshäuser und jede Menge Unrat die nun am Ende des Existensminimus die Gräben verunreinigen. . .

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