31. Juli 2022 Radrunde Effeld, Rurweg, Orsbeck, Myhler Schweiz

Unser erstes Ziel heute war Haus Neuerburg bei Effeld. In dem denkmalgeschützten Gehöft betreibt Herr Staas einen Laden mit alten Möbeln.

Wir haben ihn gefragt, ob er unsere antiken Stühle und Armlehnstühle nähme, wenn wir im Oktober neue bekommen. Wir könnten sie ihm bringen und bekämen einen minimalen Betrag dafür. Immer noch besser, als sie zum Sperrmüll zu geben.

Anschließend sind wir an die Rur gefahren und auf dem Radweg entlang der Rur bis Orsbeck geblieben.

Durch Orsbeck kamen wir in die Myhler Schweiz, die vom Myhler Bach durchzogen wird, der im unteren Bereich Teiche bildet.

Weiter oben vor dem Dorf Myhl sahen wir Vieh auf der Weide liegen, das aussieht wie Charolais Rinder. Von Myhl aus war es über den alten RAF Flugplatz nicht mehr weit nach Hause. Heute musste Uwe nicht schieben, weil er einen neuen Akku für sein Rad hat.

24. Juli 2022 Radtour mit „neuen“ Rädern

Unsere beschädigten Pedelecs sind auf unbestimmte Zeit in der Werkstatt von Herrn Jurk in Waldniel, weil er jetzt Urlaub macht und uns auch vorher nicht benachrichtigt hat, wie lange die Reparatur dauern wird. Vor einem Sommer ohne Fahrräder hat es uns so gegraust, dass wir uns über Kleinanzeigen zwei billige Pedelecs in der Umgebung gekauft haben. Gisela fand eines, das von Aldi vertrieben wurde, wohl vom verstorbenen alten Besitzer wenig benutzt worden ist und recht gut fährt. Uwe hat Pech mit seinem, einem ehemaligen Modell von Lidl, weil es umständlich in der Bedienung ist. Der Verkäufer war ein Bastler, der einige gebrauchte Fahrräder auf dem Hof stehen hatte.

Da der Sonntag seinem Namen Ehre machte, sind wir gegen 11 Uhr mit den Rädern zu einer Rundtour in den Nationalpark Meinweg aufgebrochen.

Auf deutscher Seite ging die Fahrt bis nach Oberkrüchten.

Kurze Zeit später fuhren wir auf holländischer Seite weiter, was man sofort an den viel besseren Radwegen merkte. Eine lange Strecke fuhren wir durch den Wald vom Meinweg Naturschutzgebiet auf Asphalt, dann sind wir abgebogen auf einen befestigten, sich durch den Wald schlängelnden Radweg. Nirgendwo gab es Holperwege oder durch Baumwurzeln beschädigte Radwege!

Kurz vor dem Grenzort Vlodrop wurde es für Uwe richtig mühsam, weil der vorher extra vollgeladene Akku seines Rads leer war. Auf dem kürzesten Weg sind wir auf der Straße über Vlodrop Station nach Dalheim zurückgefahren. Uwe musste immer mal schieben, weil es hierher ziemlich bergauf geht. Gisela stand wartend, bis er aus dem Wald auftauchte.

Weiter ging die Fahrt bergauf und bergab über Dalheim nach Rödgen.

Da hat Gisela nochmal gewartet, bevor die letzte Steigung nach Wildenrath zu bewältigen war.

13. Juli 2022 Zurück zu Hause

Wir sind gestern morgens vom Dümmer See abgereist und bei Nienburg über die Weser nach Steimbke gefahren. Da hatten wir einen Stellplatz beim Waldbad mit Ver- und Entsorgung ausgeguckt, von dem aus man schöne Radtouren unternehmen könnte. Bei der Anreise waren wir schon durch viel Wald gekommen und haben uns auf die Radtour nach Nienburg gefreut, von der jemand bei Park4night geschrieben hatte.

Leider wurde unsere Reise jäh beendet, als ein Pfahl beim Rückwärtsfahren auf dem Stellplatz im Weg war, den man mit der Rückfahrkamera nicht sehen konnte. Wir waren beide geschockt über die Zerstörung und wussten erstmal nicht, was wir tun sollten. Doch als die Nerven sich etwas beruhigt hatten, sind wir kurz entschossen nach Hause gefahren. Wir hatten Glück, dass der Mann in der Fahrradwerkstatt unseres Vertrauens bei unserer Ankunft noch anwesend war. So konnten wir die Räder direkt bei ihm lassen und er machte uns Hoffnung, dass er sie reparieren könne. Schwieriger wird es mit der Beschaffung eines neuen Fahrradträgers. Gisela hat heute den ganzen Tag mit Recherchieren verbracht und wir warten auf Angebote.

11. Juli 2022 Rundfahrt um den Dümmer

Es war eine sehr ruhige Nacht, in der wir gut geschlafen haben.

Heute Morgen haben wir uns durch das trübe Wetter nicht davon abhalten lassen, mit den Rädern den Dümmer See zu umrunden.

Gestartet sind wir auf dem Deich am Olgahafen Richtung Süden und haben den Zufluss der Hunte überquert, die durch den Dümmer See fließt. (In der Hunte ist Uwe als Junge geschwommen, wenn er bei seiner Schwester in Bohmte war.)

Im Süden bei Marl entdeckten wir zwei Storchenpaare mit Nest.

Bei Hüde konnten wir den Dümmer See vom Aussichtsturm Ost aus überblicken. Er ist ungefähr 12,5 qkm groß.

Bei Lembruch überquerten wir einen Abfluss der Hunte aus dem See. Sie teilt sich hier im See und fließt erst weiter nördlich als Hunte weiter durch Oldenburg zur Nordsee.

Auf der Seestraße von Lembruch kamen wir am Uhrenturm vorbei und wenig später am sehr fein aussehenden British Yacht Club. Dazwischen ist ein Sandstrand angelegt.

Draußen segelten Optis und gegenüber liegt einer der vielen Stege und Sportboothäfen des Dümmers.

Über die nächsten Huntearme mit Sperrwerken und Fischaufstiegsanlagen ging unsere Fahrt weiter.

Wir erfuhren, dass die Aale aus der Räucherei schon lange nicht mehr aus dem Dümmer See kommen.

Hinter dem Deich fielen in Lembruch viele Häuser mit Seeblick auf, die zum Teil auf Hügeln gebaut sind wie Hallighäuser. Von da aus ging es wieder durch Natur zurück zum Wohnmobilstellplatz Olgahafen bei Dümmerlohausen. Es nieselte mal kurz und sehr fein, aber wir kamen trocken zurück. Nachmittags waren wir nochmal kurz in Lembruch zum Einkaufen in einem Dorflädchen.

9.+10. Juli 2022 Bad Bentheim, Melle, Dümmer See

Die Wochen nach unserem Ischiaurlaub waren nervenaufreibend. Wir haben unsere Düsseldorfer Wohnung verkauft, um einen altersgerechten kleinen Bungalow in Wassenberg kaufen zu können. Mit viel Glück hat alles wunschgemäß geklappt und wir können Ende August umziehen.

Gestern sind wir zu einem kurzen Erholungsurlaub mit unserem Womo gestartet. Zunächst ging die Fahrt nach Bad Bentheim, wo wir zuerst ein holländisches Möbelhaus besucht und anschließend unterhalb der Burg zu Mittag gegessen haben.

Nach dem Essen haben wir der Burg einen kurzen Besuch abgestattet und sind weitergefahren zur Feier des 70. Geburtstags einer Verwandten auf einem schönen alten Niedersachsenhof.

Wir haben uns gefreut, lange nicht gesehene Familienmitglieder wiederzusehen und konnten sogar auf dem Hof übernachten.

Am heutigen Sonntag sind wir ein kurzes Stück weitergefahren an den Dümmer See und hatten großes Glück, auf dem kostenlosen Stellplatz am Olgahafen einen ebene Parkmöglichkeit ohne Baumbeschattung zu finden. So können unsere Solarpaneele Strom liefern und wir müssen keine der vorhandenen Stromsäulen benutzen.

Bei der Ankunft hatten wir Hunger und haben in der Aalräucherei Hoffmann nebenan drinnen sitzend Fisch zu Mittag gegessen. Heute ist es kühl, windig und regnerisch. Nach einem kurzen Spaziergang zum See haben wir uns in unser rollendes Zuhause zum Cappuccinotrinken und Ruhen zurückgezogen. Die Feier war schlafraubend.