6.-7.12.2022 Ein Regentag und Kauf einer Simyo SIM-Karte

Vorletzte Nacht und gestern Vormittag gab es mal einen richtig schönen, sanften und ausgiebigen Landregen. Den hat die Natur hier bitter nötig. Für die Spanier, die wegen des Tags der Verfassung frei hatten, kam er etwas ungünstig.

Nachmittags kam allerdings schon wieder die Sonne heraus.

Heute hat Uwe versucht, einen Augenarzt aufzusuchen, weil ihn wieder ein Fremdkörpergefühl, verursacht durch nach innen gebogene Wimpern, stört. Leider vergeblich. Im Gesundheitszentrum von Mazarrón gab es keinen, obwohl es draußen am Haus und im Internet steht.

Gisela ist nach Puerto de Mazarrón geradelt. Heute war es ein Fehler, auf einem Feldweg zu fahren, weil ihn der Regen aufgeweicht hatte und das Rad an einer Stelle im Matsch steckenblieb. Zum Glück ging die Fahrt danach ohne Schwierigkeiten weiter und Gisela konnte einen zweiten Versuch unternehmen, eine Simyo Simkarte zu kaufen. Heute hatte der Mann im Beep Laden kein Problem, in den Server von Simyo zu kommen. Nach einigem Hin und Her hat die Anmeldung schließlich geklappt und Gisela hat nun 100GB für 17€/Monat. Wobei übriggebliebene Daten nicht verfallen, sondern akkumulieren! Einfach gut! Warum gibt es das in Deutschland nicht? Jetzt können wir Filme streamen, Radio hören und im Internet surfen, ohne auf den Verbrauch zu achten.

Montag, 5.12.2022 Einkaufstag

Den wichtigsten Punkt unserer Einkaufsliste konnten wir nicht abhaken, nämlich eine SIM-Karte von Simyo zu kaufen und sie zum Surfen im Internet aufzuladen. Der Mann im Beep Laden in Puerto de Mazarrón bekam keinen Kontakt zum Server von Simyo und wir mussten den Kauf vertagen auf Mittwoch. Morgen ist Feiertag: Tag der spanischen Verfassung.

Mit frischen Lebensmitteln eingedeckt waren wir auf Feldwegen mittags zurück, haben draußen sitzend gegessen und die Sonne hat uns so gewärmt, dass wir kurze Hosen tragen konnten.

Am Spätnachmittag zogen Wolken heran.

An einer geschützten Stelle blühen noch Rosen und Geranien, Bleiwurz und Bougainvillea.

Wir sind nachmittags mal kurz auf ein Getränk in der Bar gewesen. Dort lief der Fernseher mit einem Fußballspiel.

Die Außengastronomie ist geschlossen, baden mag auch niemand mehr.

Hoffentlich wird es morgen wieder sonnig! Wir haben noch einige Radausflüge geplant, bevor wir abreisen.

Sonntag, 4.12.2022 Radrunde Las Balsicas nach Puerto de Mazarrón

Gegen elf Uhr hatte die Sonne die morgendliche Bewölkung vertrieben und die Luft soweit erwärmt, dass wir Lust auf einen Radausflug hatten.

Zuerst sind wir bergauf zum Örtchen Las Balsicas gestrampelt.

Von da durch eine enge Schlucht bergab, nochmal steil bergauf und dann in langer Fahrt bergab zum Ortsbeginn von Puerto de Mazarrón.

Auf der Promenade war es so schön warm, dass wir eine Weile auf einer Bank gesessen und den Sonntagsspaziergängern zugesehen haben.

Durst und Hunger haben uns irgendwann veranlasst, weiterzufahren zu La Ermitá, unserem Lieblingslokal an einer Nachbarbucht.

Hier gefällt es uns immer wieder sehr. Nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen der wunderschönen Aussicht.

Zwei Stunden später haben wir uns auf die Heimfahrt gemacht. Dabei konnten wir das alte Bergbaugebiet oberhalb von Mazarrón gut erkennen.

In der Ferne ragen die Berge der Sierra de Espuña.

Hinter den Gebäuden rechts im Bild liegt unser Platz.

Samstag, 3.12.2022 Markt in Mazarrón

Ein Grund, weshalb wir so gerne hier sind, ist die Nähe zu normalem, untouristischem, spanischem Leben. Der Ort Mazarrón bietet viel, auch einen Wochenmarkt, zu dem wir heute wieder mit den Rädern gefahren sind.

Die Räder parken wir immer am Marktplatz neben der Kirche.

Nach dem Einkauf von Apfelsinen, Pflaumen und einem Blumenkohl zum Mittagessen waren wir zufrieden.

Wir sind auf dem Rückweg am nahegelegenen, schönen Rathaus vorbeigefahren. Auf dem Platz saßen Menschen vor oder auch gegenüber der Bar Miguel, weil dahin schon die Sonne schien.

Auf der Weiterfahrt sahen wir nochmal Mazarrón mit der Marienstatue im Rückblick und die Sierra de las Moreras gegenüber. Beim Wohnmobil war es warm genug, um draußen zu sitzen. Das ist ein weiterer Grund, warum wir im Winter hier sein wollen: Es gibt mehr Licht und Wärme als in Deutschland!

1. und 2. Dezember Área Cámper Mazarrón

Seit gestern haben wir kühles Wetter mit bewölktem Himmel. Nicht geeignet, um etwas zu unternehmen. Den gestrigen Tag haben wir deshalb zum Wasch- und Putztag erklät. Nachmittags war die saubere Wäsche wieder eingeräumt und die Betten frisch bezogen. Uwe hat eine Verlängerung für unseren Abwasserschlauch besorgt und montiert. Wir müssen den Kanalanschluss auf dem Platz vor uns mitbenutzen.

Heute war es noch bewölkter und kühler. Der angekündigte Regen blieb aber aus.

Nach einem morgendlichen Gang über den Platz, bei dem wir das Kumquatbäumchen mit vielen Früchten sahen, haben wir das Gebäude mit der Cafeteria erkundet.

Es gibt dort auch einen Buchtausch, wo wir zwei genau passende Bücher fanden. Sechs Jahre sind wir im Mittelmeer mit unserem Segelboot unterwegs gewesen und danach über den Atlantik und den Pazifik mit vielen Zwischenstationen auf vielen Inseln auch auf Bali gewesen. Mit dieser Lektüre können wir das unwirtliche Wetter gut überstehen.

Das Billardzimmer mit zwei Spieltischen und einem Tischfußball hat uns weniger interessiert.

Mittwoch, 30.11.2022 Rundtour Bolnuevo nach Puerto de Mazarrón und zurück zur Área Cámper Mazarrón

Die Área Cámper Mazarrón ist inzwischen zu einer kleinen Stadt aus Mobilheimen gewachsen. Es gibt hier alle Arten davon: Wohnwagen mit Zelten, Wohnmobile in allen erdenklichen Größen, mit und ohne Anhänger, und die darin mitgebrachten PKW parken auch überall. So viele riesige Wohnmobile wie hier haben wir sonst nirgendwo gesehen. Das liegt bestimmt an den großzügigen Zufahrten zu allen Plätzen.

Javiers Geschäft mit den Touristenzügen läuft auch noch.

Da heute Morgen das Wetter so schön war, sind wir gleich mal durch die Felder nach Bolnuevo zu den Kalkfelsen geradelt.

Von hier aus fährt man mit ein paar Unterbrechungen auf  Promenaden nach Mazarrón.

Da, wo man auf der Straße fährt, gibt es immer wieder Durchblicke auf verschiedene Buchten und Strände

In Mazarrón haben wir einen uns wohlbekannten Fahrradladen angesteuert, weil die Lampe vorne an Uwes Rad abgebrochen war.

Die Reparatur dauerte, weil immer mehrere Kundenwünsche vom selben Mann abwechselnd bearbeitet wurden. So kam es, dass wir zum Mittagessen in Mazarrón geblieben sind und uns ein gut beurteiltes Lokal auf der Hafenmole ausgesucht haben. Die Tische mit Blick auf die Boote waren alle besetzt, aber wir fanden auf der Rückseite mit Strandblick auch noch einen sonnigen Platz.

Das Tagesmenu war gut und reichhaltig. Uwe musste nur noch Salz holen, damit es uns richtig schmeckte.

Gisela hat einen sehr guten Espresso mit geschäumter Milch zum Nachtisch genommen, Uwe Espresso mit Kuchen.

Der perfekt Deutsch sprechende Wirt des Lokals „El Alemán“ entpuppte sich als Sohn eines spanischen Paars, der in Düsseldorf geboren und aufgewachsen ist. Im Lokal hängt ein Bild mit der Skyline der Altstadt. Für uns als Düsseldorfer ein heimatlicher Anblick. In der Düsseldorfer Altstadt gibt es übrigens eine Gasse mit ausschließlich spanischen Lokalen. Vielleicht waren die Eltern da auch tätig. Nächstes Mal fragen wir ihn.

Zurückgefahren sind wir über Los Lorentes und durch Felder.

Dienstag, 29.11.2022 Área Cámper Mazarrón

26. Oktober 2020
4.November 2020

Nun stehen wir wieder auf unserem Stammplatz, der Área Cámper Mazarrón, auf dem wir am 25. Oktober 2020 noch vor seiner offiziellen Eröffnung zum ersten Mal angekommen sind. Es waren nur ein paar andere Wohnmobile außer uns dort und wir haben den Besitzer Javier, seine Frau Angelica, ihren Sohn und den Hund gut kennengelernt. Es herrschte eine sehr gemütliche Atmosphäre und wir haben die schöne und für einen Stellplatz ungewöhnlich aufwändige Anlage genossen.

29.Dezember 2020

So sah es damals Ende Dezember auf dem Platz aus.

Der Hund der Familie durfte noch frei herumlaufen.

Javier fuhr mit seinem Söhnchen auf der Kehrmaschine den Kies von der Straße.

Er kümmerte sich persönlich um alle Anliegen, die wir hatten.

Der Platz füllte sich nach und nach, aber man kannte sich noch.

24.Februar 2021

Ende Februar 2021 war die erste Erweiterung des Platzes fertig und wir konnten mit unseren Lieblingsnachbarn vom unteren Platz auf den oberen umziehen. Wegen der Pandemie blieb immer ein Platz zwischen den Wohnmobilen frei. Das war wirklich wunderbar!

Es ging uns allen richtig gut!

Im letzten Jahr wurde der Pool fertig, den wir im Oktober 2021 nutzen konnten, bevor es zu kalt wurde. Wir waren dann nicht über den Winter dort geblieben, sondern Ende Oktober nach Hause gefahren. – Heute war es am Pool auch leer, weil ein kalter Wind wehte. Aber überall sonst war es überhaupt nicht leer, sondern unglaublich voll. Área Cámper Mazarrón ist nochmal vergrößert worden und platzt trotzdem aus allen Nähten.

Wir haben von Javier, der uns mit seiner Frau Angelica bei unserer Ankunft herzlich begrüßt hat, einen sonnigen, recht großen und recht ruhig gelegenen Platz bekommen und haben auch Glück, dass neben uns keins von den zahlreichen Riesenmobilen steht, die den Nachbarn die Sonne nehmen und ihnen den Ausblick auf ihre Wand bieten. Unsere Freunde aus dem roten Wohnmobil sind auch hier und wir haben uns sehr gefreut über das Wiedersehen!

Montag, 28.11.2022 Los Madriles nach La Azohia zum zweiten Mal

Der Sonnenaufgang versprach schon einen schönen Tag.

Wir haben uns von dem heute Morgen kühl und recht kräftig wehenden Wind nicht abhalten lassen, den gestern entdeckten Uferweg nach La Azohía auszuprobieren. Zuerst war es ein gut zu befahrender Sandweg, der am Beginn von La Azohía in eine gepflasterte Promenade überging, gesäumt von Dattelpalmen, deren Früchte am Boden lagen. Hier stehen nette Häuser auf schönen Grundstücken mit Meerblick.

Wir sind wieder bis zum Anleger gefahren und haben auf dem Vorplatz des Kirchleins mit der riesigen Araukarie im Windschatten in der Sonne auf einer Bank gesessen. Bis ein Bautrupp kam, der Vorbereitungen traf, auf dem Platz ein großes Zelt aufzubauen. Vielleicht für einen Weihnachtsmarkt?

Wir sind auf demselben Weg zum Campingplatz Los Madriles zurückgeradelt, haben zuerst draußen gegessen und dann im Windschatten liegend die warme Sonne genossen. Hinterher folgte noch eine Schwimmrunde im Innen- und Außenbecken. Herrlich!

Sonntag, 27.11.2022 La Azohia

So klar war der Himmel gestern Abend bei Sonnenuntergang.

Heute gab es Wolken und es war kühl. Zum Radfahren gerade recht. Wir haben als ersten Ort von allen, die wir wiedersehen wollten, La Azohia gewählt. Vom Campingplatz Los Madriles liegt er nicht weit entfernt am Ende der Bucht von Mazarrón. Heute sind wir zum ersten Mal nicht nur bis zum Hafen, sondern im Dorf weiter bergauf gefahren.

Oben auf dem Cabo Tiñoso steht der Torre de San Elena, Teil der vielen Befestigungsanlagen an der Küste.

Nach uns kamen Wanderer, die auf einem Pfad weitergingen.

Wir sind den Berg wieder hinuntergerollt und hatten dabei eine herrliche Aussicht auf die Umgebung.

Am Hafen haben wir zugeguckt, wie eine Gruppe von Tauchschülern auf ihren ersten Tauchgang vorbereitet wurde.

Ein paar Angler kamen mit ihren Booten an, die mit Trailern aus dem Wasser gezogen wurden.

Die Tauchschüler waren schonmal im Wasser angekommen, als wir wieder gestartet sind zum Campingplatz.

Wir sind direkt schwimmen gegangen und es war sehr schön im warmen Salzwasser. Zum Abduschen gibt es warmes Süßwasser direkt neben dem Pool. Inzwischen schien die Sonne, sodass es auch nicht kalt war, vom Pool zum Wohnmobil in ein Badetuch gehüllt zurückzugehen.

Nachmittags haben wir den Platz zu Fuß verlassen und sahen am Eingang Kakteen und blühenden Rosmarin mit Hummeln.

Auf einem Weg, der gegenüber vom Campingplatz von der Straße abzweigt, sind wir bis zum Strand gegangen. Hier standen ein paar Wohnmobile. Überraschenderweise gibt es einen Weg parallel zum Strand, der bis La Azohía gehen soll. Jedenfalls laut Beschilderung. Den werden wir morgen mal mit den Rädern ausprobieren.

Heute sind wir bald umgekehrt und zum Womo zurückgegangen. Den Campingplatz sieht man in Bildmitte am Fuß der Berge.

Es gab auch am Spätnachmittag noch Schwimmbadbesucher.

Samstag, 26.11.2022 Los Geráneos, Águilas nach Los Madriles, Isla Plana

Gestern Abend wurde uns klar, dass uns die Ausflugsmöglichkeiten per Fahrrad in Mazarrón mehr lockten als in Águilas. Außerdem wollten wir zu gerne noch einen Platz mit Thermalwasserpool besuchen. In Isla Plana bei Mazarrón gibt es drei Campingplätze, die einen Pool mit warmem Wasser bieten. Den Platz Las Torres haben wir gestern angeschrieben, allerdings hatten wir heute Morgen noch keine Antwort bekommen.

Wir sind trotzdem losgefahren, nachdem wir einen letzten Blick von oben auf Águilas geworfen hatten.

Nach Mazarrón kommen ist, als ob wir nach Hause kämen. Bei der uns wohlbekannten Tankstelle wurde Gas getankt und das Wohnmobil gründlich vom Dreck der bisherigen Reise befreit. Währen Uwe damit beschäftigt war, hat Gisela beim Campingplatz Las Torres angerufen und erfahren, dass dort alles besetzt sei. Ein Anruf bei Los Madriles war erfolgreicher. Wir könnten jederzeit gerne kommen! Nachdem wir noch in Mazarrón unsere Lebensmittelvorräte ergänzt hatten, sind wir nach Isla Plana weitergefahren.

An der Rezeption bekamen wir einen Plan von der netten jungen Frau, die uns auf Deutsch erklärte, dass wir uns einen der als frei gekennzeichneten Plätze aussuchen und ihr nach dem Rundgang unsere Entscheidung mitteilen sollten.

Uns gefiel dieser Platz mit Aussicht. Unter uns sehen wir in der Ferne das Meer, hinter uns Berge. Und zum Pool ist es nah.

Nachdem wir uns eingerichtet, gekocht und gegessen hatten, haben wir den Platz erkundet. Zuerst sind wir ganz nach oben gestiegen. Auf der einen Straße hoch, auf der anderen wieder nach unten. Zwischen und seitlich von den Straßen liegen die Stellplätze terrassenförmig an Stichwegen. Es gibt reichlich Sanitärhäuser und überall Mülltonnen mit Mülltrennung.

Ganz unten liegt das Highlight: die Schwimmbecken. Eins draußen und eins ist überdacht. Die werden wir morgen erkunden! Alles wirkt sehr gepflegt und einladend!