16.4.2021 Üttfeld nach Hause

Heute haben wir die letzten 194 Kilometer von 2175 auch noch geschafft und sind froh, heil zu Hause angekommen zu sein. Auf dem letzten Stück wurde es noch spannend.

Die erhoffte Versorgung der Heizung mit Strom mussten wir knicken, weil wir sehr viele 50 Cent Stücke dafür gebraucht hätten. Die letzte Nacht wurde richtig kalt und zunächst funktionierte die Heizung auf Gas nicht. Sie schaltete immer wegen Übergitzung ab. Wir haben uns warm angezogen und mit allen Decken zugedeckt, als wir schlafen gingen. In der Nacht hat Uwe die Heizung im Gasbetrieb doch nochmal gestartet und bei niedrig eingestelltem Thermostaten hat sie dann gearbeitet, ohne zu überhitzen. Wir hatten wirklich Glück, es einigermaßen warm zu bekommen! Die Ursache ist sehr wahrscheinlich, dass die Pumpe defekt ist, die das heiße Wasser in den Rohren des Alde-Heizungssystems bewegt. Da wir sowieso nächste Woche einen Wartungstermin zum Wassertausch haben, wird alles in Ordnung gebracht.

Glück war auch, dass die Sonne uns beschien, als wir aufgestanden waren.

Der Stellplatz liegt beim ehemaligen Bahnhof von Üttfeld und an dem Radweg, der auf der alten Bahnstrecke eingerichtet worden ist.

Sehr spannend wurde es aber noch aus einem anderen Grund für uns. Auf unserer Reise hatten wir einige Male ein Stottern des Motors bemerkt, das gestern zunehmend auftrat und darin gipfelte, dass wir nach dem Parken gestern Abend nicht mehr anfahren konnten, um ein paar Meter weiterzurollen. Wir hatten uns darauf eingestellt, heute Morgen Hilfe vom ADAC zu erbitten. Glücklicherweise war das nicht nötig, sondern wir konnten aus eigener Kraft nach Hause fahren. Nächste Woche haben wir einen Werkstatttermin!

Sehr erleichtert haben wir die Fahrt durch die Eifel und ihre Dörfer genossen.

Den Ort Kronenburg, der rechts auf dem Berg liegt, haben wir letzten Sommer besucht.

Er liegt oberhalb eines Stausees, dessen Mauer man links vom Haus ahnen kann. Da ist ein Stellplatz für Womos.

Wegen einer Umleitung kamen wir über Landstraßen auf Eifelhöhen und sahen dort noch Schneereste liegen.

In der Rheinebene ist der Frühling schon angekommen.

An unserer Autobahn nach Hause liegt das Braunkohleabbaugebiet Garzweiler.

Wir haben noch auf einem Rastplatz im Wohnmobil gegessen, weil das am einfachsten war vor der Ankunft.

In den Dörfern vom Kreis Heinsberg ist auch Frühling.

Nun sind wir zu Hause und freuen uns!

15.4.2021 Reventin-Vaugris nach Üttfeld

Die Nacht war kalt und mal wieder ging unsere Heizung ständig aus. Zu Hause haben wir schon einen Termin beim Alde-Fachmann verabredet.

Der Morgen war sonnig. Wir sind vom Berg hinunter zurück an die Rhône und über eine Landstraße nach Vienne gefahren, um preiswert zu tanken, bevor wir auf die Autobahn kamen.

Auf der Autobahn fährt man an der Rhône entlang durch Lyon.

Das Musée des confluences, ein naturwissenschaftliches Museum, fiel uns besonders auf.

Nachdem wir die Stadt ohne Stau hinter uns gelassen hatten, wurde es richtig schön.

Mittagspause haben wir gemacht, wo die Maas entspringt.

Das Schöne am Reisen mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen in Frankreich ist, dass es überall Einrichtungen dafür gibt. Extra lange Parkplätze fern der LKW und oft auch Ver- und Entsorgung auf den Parkplätzen an der Autobahn.

Der zweite Teil der Reise heute verlief auch gut.

In Luxemburg der obligatorische Tankstopp.

Gegen 18 Uhr kamen wir auf dem Stellplatz in Üttfeld an, den wir vom letzten Jahr kannten. Es gab Strom, aber auch hier wegen der Kälte noch kein Wasser. Für die Versorgung mit Strom braucht man 50 Cent Münzen. Ein junges Paar, das mit dem Auto nahebei parkte, hat uns netterweise einen Schein gewechselt. Unsere letzte Nacht dieser Wohnmobilreise werden wir hoffentlich noch überstehen, ohne zu frieren!

Erst um acht Uhr abends ging die Sonne unter.

14.4.2021 Roses nach Reventin-Vaugris

Bevor es hell wurde sind wir aufgestanden, um noch in Ruhe den Tag beginnen zu lassen.

Als wir um halb neun den Platz in Roses verließen, schien schon die Sonne.

Wir sind vor Erreichen der Arztpraxis in eine Seitenstraße Richtung Strandpromenade abgebogen und konnten am Straßenrand parken.

Weil die Praxis erst um neun Uhr öffnet, haben wir noch einen Blick auf die Promenade geworfen.

Die Hochhäuser von Empuriabrava leuchteten in der Morgensonne.

Um neun Uhr waren wir die ersten Patienten in der Praxis von Dr. Nihlaui. Nach der Probenentnahme durch die Nase mit einem langen Wattestäbchen und dem Mischen der Proben mit einer Testflüssigkeit hat er uns die Bescheinigungen über einen negativen PCR-Schnelltest ausgefüllt und pro Person 70€ kassiert.

In Empuriabrava haben wir noch preiswert getankt, dann fuhren wir mit Blick auf Rapsfelder und verschneite Pyrenäengipfel zur Autobahn Richtung Jonquera nach Frankreich.

An der Grenze gab es keine Kontrolle für uns.

Es ging hoch über einen Pass, der wohl in alten Zeiten von der Festung aus überwacht wurde.

Auch auf der französischen Seite schneebedeckte Berge.

Weiter unten hat der Frühling begonnen.

Wir kamen am Binnensee von Leucate vorbei.

Bei Narbonne überquerten wir den Canal de Robine, den wir schon vor vier Jahren in Narbonne gesehen hatten.

Auf der Aire de Repos de Vergèze Sud haben wir im Grünen Mittagspause gemacht.

Anschließend ging die Reise weiter das Rhônetal aufwärts, bis wir gegen 17 Uhr den Gemeindestellplatz von Reventin-Vaugris oberhalb des Rhônetals erreichten.

Der Platz ist kostenfrei und bietet Strom. Nur die Wasserversorgung ist zur Zeit noch abgestellt.

Gegenüber liegen der Friedhof und die Kirche. Wir sind später ein bisschen im Ort herumspaziert.

Der Bäcker und das Bistro haben leider geschlossen.

Im medizinischen Zentrum und beim Friseur wird gearbeitet.

Auf der anderen Seite kamen wir zum Kirchenschiff mit dem Portal.

Daneben liegt die Mairie, das Rathaus.

Weit unten sieht man vom Ortsausgang aus die Autobahn.

Der Flieder blüht schon an geschützter Stelle.

Am Schulgebäude steht zwar Jungenschule, aber das gilt vermutlich nicht mehr in der heutigen Zeit.

13. April 2021 Peñiscola nach Roses

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Campingplatz El Cid in Peñiscola sind wir früh aufgestanden und waren schon kurz nach neun Uhr unterwegs. Auf dem Weg zur Autobahn konnten wir noch günstig mit Bedienung tanken. Die Tankwärterin hat ihren ganzen deutschen Sprachschatz dabei zum Besten gegeben!

An der Autobahn liegen schöne Landschaften, nette Orte, Burgen und Weinbaugebiete. Überall grünt und blüht es.

Seit gestern sahen wir immer mal wieder diese Zugstrecke, die aussieht wie für einen Hochgeschwindigkeitszug gebaut.

Den Ebro überquerten wir, der östlich von hier mit einem Delta ins Mittelmeer mündet.

Daneben gibt es auf beiden Seiten einen Kanal.

Wir hatten bestes Reisewetter und uns fiel auf, wieviel grüner es hier ist verglichen mit der Region Murcia.

Seit gestern beunruhigte uns eine Warnleuchte für unsere Starterbatterie, weshalb wir einen Werkstattstopp nahe der Autobahn bei Barcelona gemacht haben. Bei der ersten Werkstatt hatte man keine Zeit, bei der zweiten in der Nähe auch nicht, aber hier war man so freundlich, uns weiterzuvermitteln an eine andere in der Nähe. Alles kleine Betriebe im selben kleinen Ort nördlich der Stadt Barcelona.

Wir haben die halbe Straße versperrt, aber fast niemand hat gehupt und die Mechaniker haben sich sofort und sehr nett um unser Problem gekümmert. Sie waren sich einig, dass wir gut bis nach Hause fahren könnten, obwohl die Lichtmaschine wohl defekt ist, weil unsere Starterbatterie durch Stromanschluss oder die Solarpaneele geladen wird. Wir hatten ja am Kontrollpaneel gesehen, dass sie vollgeladen ist, aber nun waren wir beruhigt.

Kurze Zeit später haben wir auf einem Autobahnparkplatz gegessen und Fahrerwechsel gemacht.

Dann ging die Fahrt bis nach Roses an der Costa brava. Auf dem Gemeindestellplatz war wenig Betrieb. Beim Einchecken am Automaten half der Platzwart.

Wir haben einen Spaziergang zu der Arztpraxis gemacht, bei der wir uns morgen testen lassen wollen für die Einreise nach Frankreich. Sie ist nur 850 Meter entfernt vom Stellplatz.

Dann sind wir von der Straße zur Strandpromenade abgebogen und haben uns einen Teil von Roses angesehen.

Beobachtet von einem Hund, der sich uns und die anderen Spaziergänger betrachtete.

Bis zum Hafen unterhalb des Hügels und der Burg auf dem Kap war es uns leider zu weit.

Nachdem diese Herren weder Maske tragen noch ihre Identität verraten wollten, sind wir umgekehrt.

Einen Fischer haben wir beobachtet, der unterwegs war zu seinen Fanggeräten. Es gibt also noch mindestens einen, obwohl es hier doch sehr nach Tourismus aussieht. In Roses allerdings noch gemäßigter als in anderen Orten, deren hässliche Hotelhochhäuser wir heute aus der Ferne an der Küste gesehen haben.

Es wehte ein ziemlich frischer Wind und wir waren ganz froh, ins warme Wohnmobil zurück zu kommen. Nach dem Sitzen während der Fahrt hat der Spaziergang uns aber gut getan.

12. April 2021 Camping El Cid Peniscola

Mit Sonnenaufgang sind wir aufgestanden. So früh waren wir schon lange nicht mehr wach!

Unsere liebe Nachbarn standen und winkten und haben unsere Abreise fotografiert. Uns war ganz seltsam zu Mute, nach einem halben Jahr den Platz zu verlassen! Von unseren lieben Gastgebern haben wir uns nochmal verabschiedet und uns herzlich bedankt für alles!

Die Fahrt ging nur über Autobahnen und war stressfrei.

Auf der Gegenfahrbahn gab es für die Leute, die aus der Region Valencia nach Murcia fahren wollten, eine Verkehrskontrolle und einen kilometerlangen Stau. Der Wechsel zwischen den Regionen ist wegen Corona nur aus triftigem Grund erlaubt. Wir durften ungehindert reisen!

In der Gegend von Alicante riss allmählich die Bewölkung auf.

Der Veterano Osborne grüßte uns wie überall in Spanien.

Wir entfernten uns bei Alicante wieder von der Küste.

Vorbei an einigen Orten wie Saix und Villena, über die eine Burg ragt, sind wir durch Gebirge und vorbei an unendlichen Apfelsinenplantagen bis La Font de la Figuera gefahren.

Auf dem Parkplatz einer geschlossenen Raststätte nahe der Autobahn haben wir Mittagspause gemacht.

Die Raststätte wurde wohl von Marokkanern gebaut und benutzt.

Die Waschbecken, ein großes Schild mit der Aufschrift Jaimapark und arabischer Schrift und ein Ticketverkauf für die Fähre von Algeciras nach Tanger Med sprechen dafür.

Jetzt liegt alles verlassen da – wohl wegen Corona.

Bienen summten an Mandelbäumchen, sonst war alles still.

Bei einer kurzen Pause nahe Valencia sah man vom Parkplatz aus hinter Orangenbäumchen die Stadt.

Der Duft der Orangenblüten begleitete uns den ganzen Tag.

Gegen achtzehn Uhr kamen wir auf dem Camping El Cid in Peniscola an. Wir wurden nett empfangen, haben uns direkt in die Sonne gesetzt und ein „Anlegebier“ getrunken. So heißt das bei uns (Ex)-Seglern.

Die Restaurantküche vom Campingplatz war uns schon empfohlen worden und auch wir waren sehr zufrieden mit der Pizza und dem Pulpo a la Gallego, was uns beides heiß und frisch zubereitet an unser Womo gebracht wurde. Sehr nette, liebe Leute sind das auch hier.

11. April 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern war es vormittags wettermäßig nicht so schön, weshalb wir den Haushalt auf unsere Abreise morgen vorbereitet haben.

Nachmittags konnte Gisela sich davon aber wieder in der Sonne ausruhen.

An unserem letzten Tag gab es heute auch strahlenden Sonnenschein. Wir sind nochmal zum Abschied mit den Rädern zu den Stränden von Mazarrón gefahren.

In unserem Lieblingslokal La Ermitá hat Gisela zum letzten Mal die Calamares genossen und wir beide das leckere Bier vom Fass, wozu Uwe gerne die Nüsse isst.

Der Strand, die Promenade und das Lokal waren trotz des Sonntags gegen Mittag noch wenig besucht.

Die Badesaison wurde hier von den Mädchen eröffnet!

Einige Boote waren bei dem schönen Wetter unterwegs.

Für den Nachtisch sind wir zum Eiscafé am Hafen von Puerto de Mazarrón gefahren, das bisher geschlossen war. Auf der Promenade waren heute mehr Menschen unterwegs als sonst. Alle wurden von der Wärme ins Freie gelockt.

Beim Eiscafé waren wir aber fast die einzigen Gäste.

Direkt vor uns legte ein Segelboot an, das von einer Ausflugsfahrt zurückkam, und die Gäste gingen von Bord. Vertraute Atmosphäre aus unserer Zeit als Segler.

Es war schön, den Saisonbeginn noch mitzuerleben. Morgen reisen wir ab gen Heimat und freuen uns, dass wir dort einen baldigen Impftermin haben, unsere Familie wiedersehen und auf den Frühling zu Hause. Von Angelica und Javier, unseren liebenswerten Gastgebern im letzten halben Jahr, haben wir uns heute schon verabschiedet und mit unseren Münchener Nachbarn nochmal zum Abschied zusammengesessen. Unsere Nachbarn aus der ersten Zeit haben sich von uns telefonisch verabschiedet. Wir hoffen, dass wir uns im nächsten Herbst hier alle gesund wiedersehen!

8. April 2021 Área Cámper Mazarrón

Gestern haben wir die landschaftlichen Schönheiten Revue passieren lassen, die wir in und um unseren Überwinterungsort Mazarrón gesehen haben. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch, dass es einen ausgedehnten Gemüse- und Obstanbau gibt.

Riesige Felder mit Eisbergsalat lagen im Winter direkt um uns herum, auf denen ständig gearbeitet wurde. Zuerst wurde der Acker vorbereitet, wobei die zu klein geratenen Salatköpfe untergepflügt wurden, dann wurden neue Pflänzchen gesetzt und ein paar Wochen später die fertigen Köpfe geerntet. Die Erntehelfer werden mit Bussen gebracht und stammen anscheinend fast alle aus Afrika. Wie wir gestern in der Sendung Frontal im ZDF gesehen haben, sind auch Illegale darunter. Sie bekommen alle wenig Lohn und nur deshalb kann der Salat so billig an uns verkauft werden.

Außer Salat- sind uns Brokkolifelder aufgefallen.

Jetzt ist der Brokkoli, der eine Blütenknospe ist, geerntet, und die übrigen Knospen sind aufgegangen und blühen. Die Blüten sehen ähnlich aus wie die vom Raps. Kein Wunder, denn sie gehören zur selben Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Auf einem Feld wurden die Pflanzen, die wohl für den Bauern wertlos sind, heute abgemäht.

Außer den Feldern gibt es um uns auch riesige Gewächshäuser, in denen vorwiegend Tomaten wachsen.

Nur einmal haben wir im Herbst in einem Gewächshaus Papayas gesehen und Freunde brachten uns zwei mit, die sie geschenkt bekommen hatten. Nach ein paar Tagen, an denen sie in der Sonne nachgereift waren, haben sie köstlich geschmeckt!

Olivenhaine gibt es dagegen kaum. Neben unserem Stellplatz ist der einzige, den wir gesehen haben.

Der andere Nachbar baut Kaktusfeigen an.

Wenige Orangenbäume stehen in und um Mazarrón.

Eine Plantage mit Grapefruitbäumen haben wir entdeckt.

Eine Augenweide war die Mandelbaumblüte im Februar. Solche Plantagen sind weit verbreitet in der Region.

Als wir heute zum Einkaufen radelten, flog ein Wiedehopf vor uns her.

Wir haben uns angeschlichen, aber richtig nah ließ er uns nicht an sich heran.

Auf den ehemaligen Salatfeldern wächst etwas Neues unter Folie heran.

Hier werden jetzt Wassermelonen angebaut, wie wir mit Hilfe der App plantnet erfahren haben.

Kurz bevor wir beim Supermarkt ankamen, schien die Sonne vom blauen Himmel auf den Spielplatz.

Auf dem Heimweg hingen dann, wie heute Morgen, dunkle Wolken am Himmel. Trotzdem musste diese Finca fotografiert werden, bei der es so süß nach den Orangenblüten duftete.

Beim Fotografieren der echten Aloe am Wegesrand gegenüber begann es schon zu tröpfeln und wir haben uns beeilt, nach Hause zu kommen. Es wurde aber kein Regenschauer daraus und als wir im Womo saßen, schien die Sonne wieder. Aprilwetter auch bei uns!

7. April 2021 Área Cámper Mazarrón

Auch wir erleben eine Wetterverschlechterung, nur nicht so krass wie im verschneiten Deutschland. Es ist bewölkt und recht stürmisch, aber bei 20 Grad mittags lässt es sich gut aushalten. Zum Radfahren lädt es allerdings wegen des Windes heute nicht ein. Wir haben im Womo gesessen und uns damit beschäftigt, die Rückreise unserer Freunde live mitzuerleben.

Zuerst den Test in Roses und dann ihre Einreise nach Frankreich, bei der nur PKW und nicht sie im Womo von der Polizei kontrolliert wurden.

Außerdem bekommen wir Fotos aus der Heimat geschickt von verschneiten Gärten, wobei jetzt bei uns zu Hause am Niederrhein der Schnee in Regen übergegangen ist.

Die Lust auf unsere Heimreise sinkt wieder erheblich! Mal sehen, wann wir einen Impftermin bekommen, denn der wäre für uns ein wichtiger Grund, von hier abzureisen.

An einem Tag wie diesem im „Homeoffice“ ist Gelegenheit, sich nochmal dankbar mit der Region zu beschäftigen, in der wir diesen sonnigen und regenarmen Winter verbringen durften.

Die Region Murcia und damit die Costa calida sind ja für ihr trockenes, warmes Klima bekannt und die fast wüstenähnliche Vegetation spricht auch Bände. Lediglich jetzt im Frühjahr blühen Wiesenblumen. Bald wird alles vertrocknen.

Trotzdem gibt es viel Obst- und Gemüseanbau. Jetzt im April reifen schon Pfirsiche und Mandeln und die Orangenbäume trage Früchte und blühen gleichzeitig.

Was Mazarrón und auch Puerto de Mazarrón mit seinen vielen Stränden und Häfen für uns so interessant macht, ist, dass es zwar Tourismus gibt, aber keine endlosen Hotelburgen, die sich im Winter in Geisterstädte verwandeln. Vorwiegend ist es ein spanischer Ort, es leben Spanier hier und es herrscht spanisches Treiben. Eine Weile waren die Lokale wegen der Pandemie zwar geschlossen, aber da die Zahlen der Neuinfektionen dann sehr gesunken sind, wurde das Leben wieder normalisiert.

Dazu gibt es diesen wunderbaren Gegensatz zwischen Küste und Gebirge und beides ist von unserem Stellplatz aus gut erreichbar per Fahrrad. Allerdings führen diese Gegensätze auch dazu, dass es häufig sehr windig ist. Beim nächsten Mal bringen wir uns einen Windschutz mit!

Unser wunderbarer Überwinterungsplatz Área Cámper Mazarrón ist wohl nicht zu toppen und wir werden gerne im nächsten Winter zurückkehren! Nicht nur wir, sondern jeder, den wir gesprochen haben, ist begeistert von der großzügigen, gepflegten Anlage und dem Chef Javier, der sich unermüdlich um alles kümmert und Missstände sofort behebt. So ist es nicht verwunderlich, dass viele, genau wie wir, sich schon für nächsten Winter einen Platz reserviert haben.

Auf dem Areal uns gegenüber werden noch Trimmgeräte aufgestellt und weiter oben wird ein offener Pool gebaut.

Unseren Ausblick auf die Sierra de las Moreras lieben wir.

6. April 2021 Área Cámper Mazarrón

Morgens hieß es Abschiednehmen vom roten Wohnmobil und seinen Bewohnern. Sie müssen nach Hause fahren. Wir hoffen auf ein Wiedersehen spätestens im Herbst!

Da laut Wettervorhersage heute der sonnigste Tag der Woche sein soll, haben wir nochmal eine schöne Radtour unternommen. Bald fahren wir ja auch nach Hause.

Auf einem Strandparkplatz neben diesem im Bild standen mehrere Wohnmobile. Die See war ganz ruhig und draußen war ein Segler unterwegs.

Auf der Straße herrschte heute viel Betrieb. Die meisten Autos kamen uns aus Cartagena entgegen und die Leute wollten wohl zu den Stränden von Mazarrón. Noch sind Osterferien.

Wir sind tapfer bergauf gestrampelt in die schöne Bergwelt und waren froh, dass die anderen fast alle in die entgegengesetzte Richtung fuhren.

Als das Wohnmobil vorbei war und Giselas Knie nicht mehr zitterten, ging es immer noch weiter bergauf.

Auf der anderen Bergseite haben wir in Torre Nicolás Pérez an der Bushaltestelle angehalten, wo die Wiesen so schön blühen und ein paar vereinzelte Häuser stehen.

In schneller Fahrt ging es danach immer weiter bergab, bis wir nach links abgebogen sind Richtung Perín.

Hier gab es neben dem riesigen Lavendelbusch in einer geschützten Hausecke schon blühende Rosen. Gisela hat in ihrer Begeisterung so plötzlich gebremst, dass sie den hinter ihr fahrenden Uwe fast zu Fall gebracht hätte. Der war gerade wegen eines von hinten kommenden Autos abgelenkt; ist glücklicherweise nochmal gut gegangen!

Auch hier blühen die Wiesenblumen wunderschön!

Der Duft der Orangenbaumblüten stieg uns im Vorüberfahren in die Nase, Lerchen sangen über den Wiesen und Feldern und einen Wiedehopf hörten wir rufen.

Bei einer Mandelbaumplantage gab es unser mitgebrachtes Picknick, aber leider keine Bank. Es war so warm, dass Gisela zum ersten Mal in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs war und die mitgenommene Jacke überflüssig war.

Frisch gestärkt haben wir den Rückweg bergauf in Angriff genommen und von oben nochmal zurückgeschaut auf die Plantagen und Wiesen von Fuente de Alamo.

Nach einer langen Bergabfahrt haben wir in Puerto de Mazarrón noch jeder in einem anderen Laden eingekauft und sind getrennt zum Womo zurückgefahren.

Auf Giselas Heimweg überquerte eine Schafherde mit Hirte und Hund den Weg zwischen den Gewächshäusern.

Auch hier gibt es ökologisch arbeitende Bauern, wie man auf dem Schild lesen kann.

Selbst in diesem landwirtschaftlich stark beackerten Gebiet um unseren Stellplatz blüht es zur Zeit sehr schön.

5. April Área Cámper Mazarrón

Den Ostersonntag gestern haben wir ganz ruhig auf unserem Platz verbracht und Ostergrüße mit Familie und Freunden ausgetauscht.

Das Wetter war schön und schon morgens wurden Tisch und Stühle draußen aufgebaut.

Heute ist kein Feiertag in Spanien. Wir waren zum Abschiedsessen im Lokal Maypu mit unseren lieb gewonnenen Nachbarn, die morgen abreisen, und wir waren fast die einzigen Gäste.

Alle haben etwas vom Tagesmenu à 12,50 € ausgesucht, das sehr gut und reichlich war!

Einen großen Salat als Vorspeise gab es, dann verschiedene Fleischsorten zur Auswahl, alle vom Holzkohlengrill.

Zum Nachtisch haben wir uns für Tarta al Whisky entschieden. Eine gute Wahl! Dazu hatten wir wieder herrliches Wetter, sonnig, aber nicht zu heiß. Noch bis zum Abend blieb es so warm, dass wir weiter draußen gesessen haben nach unserer Rückkehr auf unseren Platz.